Hinweise zur Covid-19-Pandemie

Stand: 26.08.2021

Liebe Schüler*innen, liebe Eltern,

noch immer begleitet uns die Corona-Pandemie und beeinflusst weiterhin unsere Reisepläne. Umso mehr freuen wir uns, dass Sie sich auch in diesen besonderen Zeiten für einen Auslandsaufenthalt interessieren.

Während der letzten 18 Monate mussten wir einige Programme u. a. aufgrund erschwerter Einreisen absagen oder es mussten Anpassungen vorgenommen werden. Gleichzeitig haben wir in dieser Zeit viele Erfahrungen im Umgang mit den coronabedingten Erschwernissen, wie z. B. Quarantänen, gemacht.

Es hat sich gezeigt, dass wir in Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern interessierten Schüler*innen auch während der Pandemie erfolgreiche und erlebnisreiche Schüleraustauschprogramme bieten können. Natürlich ist der Alltag der Schüler*innen auch im Ausland durch die Pandemie geprägt und es muss im Ausland wie auch hier in Deutschland nach wie vor mit Einschränkungen gerechnet werden, dennoch erleben die Schüler*innen diesen Alltag eben in einem neuen Umfeld, knüpfen neue Kontakte und vertiefen ihre Sprachkenntnisse. Die Sicherheit der Schüler*innen und Gastfamilien steht dabei für uns und für die internationalen Partner an oberster Stelle.

Was bedeutet Schüleraustausch in Corona-Zeiten?

Die Teilnahme an einem Schüleraustauschprogramm erfordert immer Neugier und Offenheit auf Neues, Flexibilität und ein gewisses Maß an Selbständigkeit der Schüler*innen. Durch die Pandemie ist von allen Beteiligten (Schüler*innen, Eltern, Gastfamilien, internationalen Partnerorganisationen und uns) noch eine extra Portion Flexibilität und Geduld gefordert, da sich die Gegebenheiten im Ausland (oder bzgl. der Einreise oder Visumsbeschaffung) während der Zeit der Vorbereitung oder auch während des Aufenthalts verändern werden.

Ausblick – Schuljahr 2021/2022

Wie überall auf der Welt werden die Schüler*innen an ihrem Austauschort mit verschiedenen Einschränkungen im öffentlichen Leben zurechtkommen müssen.  „Social Distancing“, also das Abstandhalten zu unseren Mitmenschen, wird wie auch das Einhalten der eingeübten Hygienemaßnahmen (z. B. regelmäßiges Händewaschen, Nies-Etikette, ggf. Tragen einer Schutzmaske) bis auf Weiteres zum Alltag gehören.

Alle Programmländer beginnen das Schuljahr 2021/22 in Präsenz. Dennoch kann es sein, dass der Unterricht zweitweise nur online stattfindet und Sport- sowie Freizeitangebote eingeschränkt sind oder gar nicht angeboten werden, und dass Restaurants und Läden zeitweise geschlossen sind.

Rahmenbedingungen für künftige Programme

Viele Schüler*innen und Eltern haben Fragen bzgl. Rücktrittsmöglichkeiten und Erstattungen bereits geleisteter Zahlungen. Nachfolgend sind die wichtigsten in den letzten Monaten gesammelten Antworten auf die drängendsten Fragen und Situationen zusammengefasst.

Highschool-Programme gelten als Pauschalreisen. Damit sind die Zahlungen von Teilnehmenden an einem Highschool-Programm durch das geltende europäische Reiserecht umfassend geschützt. Generell investieren wir viel Zeit und Arbeit in die Beratung, Anmeldung und Platzierung unserer Teilnehmenden im Vorfeld der Ausreise und müssen Anzahlungen an unsere Partnerorganisationen leisten, um einen organisierten Ablauf zu gewährleisten. Gleichzeitig ist uns daran gelegen, transparent und fair zu agieren und eine für Sie und uns gangbare Lösung zu finden. Bitte beachten Sie: Im Folgenden bezeichnet Rücktritt die Stornierung vor Reiseantritt, Kündigung den Abbruch des Auslandsaufenthalts nach Reiseantritt.

1. Reisewarnung / Verschieben eines Programms

Aus Sicherheitsgründen können zum jetzigen Zeitpunkt für unsere Programmländer weiterhin Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes bestehen, obwohl unsere Schüleraustauschprogramme in einem geschützten Rahmen wieder stattfinden können. Eine Reisewarnung berechtigt nicht unmittelbar zu einem kostenfreien Rücktritt und wir können für den Fall, dass zum Zeitpunkt der Ausreise weiterhin noch eine Reisewarnung bestehen sollte, keine kostenlose Stornierung des Programms aufgrund der Reisewarnung anbieten. Es fallen dann Stornogebühren entsprechend unserer Teilnahmebedingungen an.

Sollte ein Programm dagegen nicht durchführbar sein und von uns abgesagt werden müssen, z. B. aufgrund einer Einreisesperre, werden alle bis dahin an uns geleisteten Zahlungen zurückerstattet. Es steht Ihnen sowohl bei einer Reisewarnung als auch bei einer Absage unsererseits frei, das Programm auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, sofern die Voraussetzungen für die Teilnahme (z. B. Alter) weiterhin erfüllt werden und zum jeweiligen Zeitpunkt noch Plätze vorhanden sind. Das Verschieben an sich ist selbstverständlich kostenfrei, es kann jedoch aufgrund veränderter Kosten der Partner zu neuen Preisen kommen.

2. Visum

Aufgrund der Pandemie gab es in einigen Ländern Veränderungen des Antragsprozesses und es kann zu Verzögerungen in der Bearbeitung kommen. Sofern wir Sie umfassend und rechtzeitig über die geltenden Visa-Erfordernisse aufgeklärt haben, liegt das Risiko des Nichterhalts eines Visums rechtlich gesehen bei Ihnen selbst. Sollten die Schüler*innen ihr Visum seitens des Gastlandes trotz eines regulär und rechtzeitig gestellten Antrags nicht erhalten und deshalb nicht einreisen können, räumen wir Ihnen aufgrund der derzeitigen Ungewissheiten ausnahmsweise dennoch das Recht ein, gebührenfrei vom Vertrag mit uns zurückzutreten. Es fallen in diesem Fall also keine Stornogebühren an uns an und alle bis dahin an uns geleisteten Zahlungen werden zurückerstattet.

Bitte beachten Sie, dass wir die von Ihnen an die Konsulate gezahlten Visumsantragsgebühren oder andere mit der Visumsbeantragung verbundene Gebühren nicht erstatten können. Sie können die Programmteilnahme auch verschieben. Siehe dazu Punkt 1 zweiter Absatz.

3. Einreisesperre

Sollte die Einreise ins Gastland zum Reisezeitpunkt z. B. aufgrund einer Einreisesperre nicht möglich sein, können Sie die Programmteilnahme auf einen späteren Zeitpunkt verschieben (siehe dazu Punkt 1 zweiter Absatz). Ist ein Verschieben keine Alternative, räumen wir Ihnen zudem das Recht ein, gebührenfrei vom Vertrag mit uns zurücktreten. In diesem Fall werden alle bis dahin an uns geleisteten Zahlungen zurückerstattet.

4. COVID-19-Impfung

Es ist möglich, dass Airlines nur dann Passagiere befördern / Programmländer Schüler*innen nur einreisen lassen / einzelne Highschools Schüler*innen nur zulassen / Teilnahme an bestimmten Aktivitäten nur möglich ist, wenn die Schüler*innen gegen COVID-19 geimpft sind. Sollte es keine Möglichkeit zur Impfung für die Schüler*innen geben, können wir das Programm nicht durchführen und alle bis dahin an uns bezahlten Kosten werden erstattet. Eine Stornierung ist dagegen nur gegen Stornogebühren möglich, wenn eine Möglichkeit zur Impfung besteht, die Teilnehmer*innen einer für die Reise oder den Besuch der Schule erforderlichen Impfung jedoch nicht zustimmen wollen.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Information besteht in Deutschland für Schüler*innen, die zwischen 12 und 16 Jahre alt sind, die Möglichkeit einer COVID-19-Impfung sowie eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für diese Altersgruppe. Solange die Airlines, Zielländer und Highschools auf die Forderung nach einer Impfung nicht verzichten, können wir keine Ausnahmen für ungeimpfte Schüler*innen einräumen. Bitte machen Sie sich deshalb vor der Buchung unbedingt mit den geltenden Impferfordernissen in Ihrem Wunschland bekannt - entsprechende Informationen stellen wir Ihnen zur Verfügung. Im Falle eines Rücktritts wegen einer fehlenden Impfung müssen wir Ihnen die entsprechenden Stornogebühren berechnen.

5. Quarantäne und COVID-19-Tests

Momentan bestehen in allen Programmländern unterschiedliche Formen von Quarantäne-Pflichten für Einreisende (teilweise unabhängig vom Impfschutz), und es ist davon auszugehen, dass Schüler*innen auch bei zukünftigen Ausreisen von einer Quarantäne nach der Einreise betroffen sind.

Ebenso ist es sehr wahrscheinlich, dass für den Flug / die Einreise ins Gastland / den Schulbesuch ein negativer Corona-Test vorliegen muss. Die evtl. zusätzlichen Kosten, die durch die Quarantäne und die Tests entstehen, sind von den Teilnehmer*innen zu tragen. Über die jeweiligen Vorgaben bzgl. der Quarantäne bzw. Tests, z. B. Dauer bzw. Zeitpunkt und evtl. Kosten, informieren die Programmkoordinator*innen, sobald uns konkrete Informationen der Partnerorganisationen vorliegen. Eine Quarantäne oder Corona-Tests sind kein Grund für einen kostenfreien Rücktritt bzw. eine Kündigung, weil es sich dabei um allgemeine rechtliche Bestimmungen im Gastland oder Vorgaben der Gastschulen handelt, auf die wir Sie angemessen hingewiesen haben.

6. Online-Unterricht

Je nach Entwicklung der Infektionszahlen in dem jeweiligen Programmland oder der Region kann die Pandemie auch in Zukunft Einfluss auf die Unterrichtsgestaltung haben. Es kann zu Hybrid-Lösungen aus Präsenz- und Online-Formaten kommen oder auch Phasen reinen Online-Unterrichts geben. Online-Unterricht in einem erwartbaren und der jeweiligen Pandemielage vor Ort angepassten Umfang berechtigt nicht zu einem kostenfreien Rücktritt bzw. zur Kündigung.

7. Social Distancing / Hygieneregeln

Einschränkungen, wie wir sie aus Deutschland auch kennen, sind kein Grund für einen kostenfreien Rücktritt bzw. Kündigung. Sollten jedoch die Einschränkungen des Alltagslebens im Ausland in der Gesamtbetrachtung des Gastschulaufenthaltes und des vereinbarten Schulbesuchs als objektiv absolut unzumutbar anzusehen sein, was einer Einzelfallbetrachtung bedarf, dann würden diese einen Grund für einen kostenfreien Rücktritt bzw. eine Kündigung darstellen können.

Bitte seien Sie versichert, dass wir ein Interesse daran haben, dass die Schüler*innen einen sicheren und erlebnisreichen Aufenthalt erleben. Uns ist sehr daran gelegen, unsere Teilnehmer*innen zeitnah über Veränderungen zu informieren, und geben uns für den Fall, dass man sich aufgrund bestimmter Entwicklungen gegen den Aufenthalt entscheidet, die größte Mühe, im Rahmen der oben skizzierten Möglichkeiten eine Lösung zu finden.

Rückblick – Schuljahr 2020/2021

Im Herbst 2020 befanden sich durch uns betreute Schüler*innen in Gastfamilien in England und Irland, seit Anfang 2021 auch in Kanada und den USA. Die Programme in Neuseeland und Australien können aufgrund geschlossener Grenzen leider weiterhin nicht stattfinden, wir hoffen jedoch, dass internationale Schüler*innen wieder ab Sommer 2022 einreisen dürfen. Das Internatsprogramm konnte in den USA, in Kanada und in England stattfinden.

Gastfamilien

Wir erleben in allen Programmländern, dass Gastfamilien trotz der Herausforderungen, die die Pandemie mit sich bringt, bereit sind, ihr Zuhause und ihr Leben für Schüler*innen zu öffnen. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen kann es jedoch dazu kommen, dass sich die Situation einer Gastfamilie ändert und sie sich nicht mehr in der Lage sieht, eine*n Teilnehmende*n aufzunehmen und daher kurzfristig eine neue Gastfamilie vor Ausreise vermittelt wird.

Schule und Freizeit im Ausland

Der (Schul-)Alltag sah im letzten Schuljahr je nach Programmland und Zeitpunkt unterschiedlich aus. Die meisten Schüler*innen verbrachten zu Beginn des Aufenthaltes eine zweiwöchige Quarantäne in ihren Gastfamilien, die eine Herausforderung war, die sie aber mit Unterstützung unserer Partnerorganisationen und Gastfamilien gut meisterten.

Je nach Land bzw. Region und aktueller Situation hatten die Schüler*innen virtuellen, Hybrid- oder Präsenzunterricht. Die Gastländer sind im Online-Teaching gut aufgestellt und können damit auch online eine sehr gute Unterrichtsqualität bieten. In den außereuropäischen Programmländern hatten unsere Schüler*innen im Schuljahr 2020/21 durchweg einen wesentlich größeren Anteil an Präsenzunterricht als in Deutschland und die Schulen haben sich teilweise sehr kreative Lösungen einfallen lassen, um die Durchmischung der Schüler*innen und das Infektionsrisiko gering zu halten.

Manche Freizeitbeschäftigungen haben durch die Kontaktbeschränkungen etwas anders ausgesehen oder möglicherweise gar nicht stattfinden können, doch auch in solchen Zeiten haben unsere internationalen Partner und Gastfamilien Kreativität bewiesen und einen Alltag gestaltet, der es ermöglichte, Land und Leute kennenzulernen.

Ein Dankeschön

Wir wissen, dass viele sich den lang ersehnten Auslandsaufenthalt ganz anders vorgestellt haben und dass für viele Jugendliche mit der Absage eines Programms ein großer Traum nicht gelebt werden kann. Auch wir hätten unseren Teilnehmer*innen und Eltern einen regulären Aufenthalt ohne Corona-Sorgen gewünscht!

Wir bedanken uns daher bei unseren Teilnehmer*innen und Eltern für die Geduld und das Verständnis in diesen außergewöhnlichen Zeiten, und auch die vielen netten und aufbauenden E-Mails und die großzügigen Spenden, die uns in den letzten anderthalb Jahren erreichten! Vielen Dank! Wir danken auch unseren internationalen Partnern für die tolle Zusammenarbeit, die Hilfe und den unermüdlichen Einsatz, um die Programme aufrecht zu erhalten.