Informationen Covid-19 Pandemie

Stand: 01.04.2021

Liebe Eltern, liebe Schüler*innen,

wir freuen uns, dass Sie sich auch in diesen besonderen Zeiten für einen Auslandsaufenthalt interessieren. Selbstverständlich treten bei der Planung eines Aufenthaltes momentan neue Unsicherheiten und Fragen auf. Dennoch haben Schüleraustauschprogramme auch heute nichts von ihrer Relevanz verloren: Ein Auslandsaufenthalt und der damit verbundene Austausch mit anderen hilft, neue Brücken zu bauen, den Blick für andere Perspektiven zu öffnen und eine Basis für global gemeinschaftliches Handeln zu schaffen.

Die Erfahrungen der letzten Monate zeigen, dass wir in Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern interessierten Schüler*innen auch während der Pandemie erfolgreiche Schüleraustauschprogramme bieten können. Die Sicherheit der Schüler*innen und Gastfamilien steht dabei für uns und für die internationalen Partner natürlich an oberster Stelle. Sollten wir aufgrund eines dynamischen Infektionsgeschehens die Sicherheit der Schüler*innen gefährdet sehen, kann es dazu kommen, dass einzelne Programme abgesagt werden müssen.

Was bedeutet Schüleraustausch in Corona-Zeiten?

Die Teilnahme an einem Schüleraustauschprogramm erfordert immer Neugier und Offenheit auf Neues, Flexibilität und ein gewisses Maß an Selbständigkeit der Schüler*innen. Durch die Pandemie ist von allen Beteiligten (Schüler*innen, Eltern, Gastfamilien, internationalen Partnerorganisationen und uns) noch eine extra Portion Flexibilität und Geduld gefordert, da sich Gegebenheiten und Abläufe entsprechend des Infektionsgeschehens ändern können.

Schuljahr 2021/2022

Auch in unseren Programmländern ist der Alltag heute natürlich ein anderer als vor der Pandemie. Dennoch kehren die Schüler*innen in den USA und Kanada wieder verstärkt in die Schulen zurück und die Einschränkungen im Alltag werden zurückgenommen. Auch in England und Irland hat die Schule wieder schrittweise begonnen. Wir rechnen damit, dass auch im Schuljahr 2021/22 einschränkende Maßnahmen überall noch einige Zeit lang gelten werden oder jederzeit wieder angeordnet werden können – solange, bis letzten Endes ein wirksamer Impfstoff gegen das Virus in ausreichender Menge verimpft wurde. Und doch profitieren die Schüler*innen im Ausland von dem neuen Umfeld, stellen sich kulturellen Unterschieden, knüpfen neue Kontakte und vertiefen ihre Sprachkenntnisse.

In Neuseeland und Australien findet Schule und Alltag fast ohne Einschränkungen statt, allerdings sind die Grenzen für Schüler*innen nach wie vor geschlossen. Wir hoffen, dass internationale Schüler*innen wieder ab Januar 2022 einreisen dürfen.

Einreise

Bei allen Programmländern stehen die genauen Einreisemodalitäten für das kommende Schuljahr noch nicht fest, es ist jedoch recht wahrscheinlich, dass ein negativer COVID 19-Test sowie eine anschließende häusliche Quarantäne verpflichtend sind oder empfohlen werden. Veränderungen der Einreisebedingungen oder neue Abläufe bzgl. der Beantragung der Aufenthaltsgenehmigungen / Visa können dazu führen, dass eine Einreise zeitlich verschoben wird, kurzfristig weitere Tests notwendig sind oder weitere Formulare ausgefüllt werden müssen.

Für alle Länder halten wir uns stets über Einreisesperren und sonstige Einschränkungen informiert. Wir sind in engem Informationsaustausch mit allen internationalen Partnern und melden uns schnellstmöglich bei den Teilnehmenden, sobald sich z. B. Einreisebedingungen ändern oder der Programmstart verschoben werden muss.

Gastfamilien

Wir erleben in allen Programmländern, dass Gastfamilien trotz der Herausforderungen, die die Pandemie mit sich bringt, bereit sind, ihr Zuhause und ihr Leben für Schüler*innen zu öffnen. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen kann es jedoch dazu kommen, dass sich die Situation einer Gastfamilie ändert und sie sich nicht mehr in der Lage sieht, eine*n Teilnehmende*n aufzunehmen und daher kurzfristig eine neue Gastfamilie vor Ausreise vermittelt wird.

Schule und Freizeit im Ausland

In den meisten Programmländern oder Regionen findet bereits jetzt wieder regelmäßiger Präsenzunterricht statt oder weist der Alltag weniger Einschränkungen auf als in Deutschland. Dennoch kann es auch im kommenden Schuljahr wieder dazu kommen, dass der Unterricht zeitweise nur online stattfindet, die sonst üblichen Sport- und Freizeitangebote in eingeschränkter Form oder auch gar nicht angeboten werden können oder es zu erneuten Bewegungseinschränkungen oder einem Lockdown kommt.

Selbstverständlich müssen sich Schüler*innen sowohl an die geltenden Hygienemaßnahmen (Niesetikette etc.) sowie an die sich verändernden vor Ort geltenden Bestimmungen zur Pandemie-Bekämpfung halten.

Rücktritt vom Programm

Wir unterliegen als Veranstalter von Schüleraustauschprogrammen dem deutschen Reiserecht, das Sie als Verbraucher vollumfänglich schützt. Sollten wir das von Ihnen gebuchte Programm aufgrund von Einreisesperren oder im Sinne der Sicherheit der Teilnehmer*innen vor Ausreise absagen müssen, haben Sie Anrecht auf die Erstattung sämtlicher von Ihnen gezahlten Programmkosten. Da wir zu diesem Zeitpunkt bereits viel Arbeit und finanzielle Vorleistung in die Organisation des Auslandsaufenthaltes der Teilnehmenden investiert haben, freuen wir uns, wenn Eltern die geleistete Arbeit mit einer freiwilligen Spende honorieren.

Treten Sie ohne unsere vorherige Absage zurück, greifen die regulären Stornierungsbedingungen und -gebühren.

Austauschjahr 2020/2021

Wie sieht das Leben der Schüler*innen jetzt aus?

Aktuell befinden sich seit Herbst 2020 durch uns betreute Schüler*innen in Gastfamilien in England und Irland, seit Anfang 2021 auch in Kanada und den USA. Die Programme in Neuseeland und Australien mussten wir leider aufgrund geschlossener Grenzen absagen. Das Internatsprogramm konnte in den USA, in Kanada und in England stattfinden.

Die meisten Schüler*innen verbrachten zu Beginn des Aufenthaltes eine zweiwöchige Quarantäne in ihren Gastfamilien, die eine Herausforderung war, aber die sie mit Unterstützung unserer Partnerorganisationen und Gastfamilien gut meisterten.

In Irland und England konnten die Schüler*innen das erste Schulhalbjahr mit relativ geringen Einschränkungen erleben. Nach dem Jahreswechsel befanden sich die Länder im Lockdown und die Schüler*innen hatten, ähnlich ihren Freunden in Deutschland, reinen Distanzunterricht. In England hat der Präsenz-Unterricht im März wieder begonnen, in Irland gehen etwa die Hälfte unserer Teilnehmenden seit März wieder zur Schule, die anderen können nach Ostern wieder beginnen.

Die Zeit des Lockdowns war anstrengend, aber die meisten Schüler*innen sind vor Ort geblieben, um die Zeit mit ihren Gastfamilien zu erleben. Sie blieben im engen Kontakt mit anderen Austauschüler*innen und ihren im Herbst neu gewonnenen Freund*innen.

In Kanada erleben die Schüler*innen seit Januar einen Hybrid-Unterricht. Die meisten sind vormittags in der Schule, nachmittags gibt es Online-Unterricht. Viele Clubs und Sportaktivitäten müssen leider ausfallen, in den meisten Regionen sind aber Outdoor-Aktivitäten oder auch das Treffen mit Freund*innen, zwar in eingeschränkter Form, aber wieder möglich.

In den USA ist das Infektionsgeschehen sehr unterschiedlich. Unsere Schüler*innen haben Präsenz-Unterricht und können auch den Alltag mit nur kleinen Einschränkungen (z. B. Maske tragen) erleben.

Quarantäne – Beispiel Irland

Unsere Irland-Teilnehmenden der Sommerausreise 2020 verbrachten Anfang September entsprechend der Regierungsvorgaben zwei Wochen in häuslicher Quarantäne. Nach Ankunft in Irland wurden die Schüler*innen von unseren irischen Partnern abgeholt und zu ihren Gastfamilien gebracht. Unsere Teilnehmenden haben sich toll vorbereitet, viele Beschäftigungsmöglichkeiten mitgenommen und die zwei Wochen in ihren Zimmern bestmöglich hinter sich gebracht. Tägliche Frischluftpausen im Garten, wenn gegeben, waren natürlich wichtig. Ansonsten gab es relativ strenge Auflagen: Im Haus außerhalb des Zimmers musste Maske getragen und das Essen im Zimmer eingenommen werden. Der Kontakt per Telefon und Computer zu Familie und Freund*innen in der Heimat war während dieser Zeit natürlich intensiver als sonst üblich, auch unsere irischen Kolleg*innen waren in fortwährendem Kontakt mit den Teilnehmenden.

Um es mit den Worten einer unserer Teilnehmerinnen zu sagen: „Die Quarantäne war anstrengend, noch nie war ich so isoliert von der Gesellschaft. Aber meine Gastfamilie hat mir geholfen, so gut sie konnte.“

Informationen zu Veranstaltungen

Alle unsere Informationsveranstaltungen und Vorbereitungsseminare finden derzeit online statt. Auf Präsenzmessen sind wir auch wieder vertreten, wenn sie stattfinden – besucht uns hier gerne! Gerne könnt Ihr auch eine Broschüre bei uns anfordern oder auch ein virtuelles Beratungsgespräch vereinbaren.

Ein Dankeschön

Wir wissen, dass viele sich den lang ersehnten Auslandsaufenthalt ganz anders vorgestellt haben und dass für viele Jugendliche mit der Absage eines Programms ein großer Traum nicht gelebt werden kann. Auch wir hätten unseren Teilnehmer*innen und Eltern einen regulären Aufenthalt ohne Corona-Sorgen gewünscht!

Wir bedanken uns daher bei unseren Teilnehmer*innen und Eltern für die Geduld und das Verständnis in diesen außergewöhnlichen Zeiten, und auch die vielen netten und aufbauenden E-Mails und die großzügigen Spenden, die uns in diesem Jahr erreichten! Vielen Dank! Wir danken auch unseren internationalen Partnern für die tolle Zusammenarbeit, die Hilfe und den unermüdlichen Einsatz, um die Programme aufrecht zu erhalten.