Informationen Covid-19 Pandemie - Stand 18.12.2020

Liebe Eltern, liebe Schüler*innen,

die Corona-Pandemie beherrscht seit Monaten unser Leben und stellt uns alle vor enorme Herausforderungen. Die negativen Folgen sind in allen Lebensbereichen deutlich zu spüren und in zahlreichen Ländern der Welt gibt es massive Einschnitte in das öffentliche Leben und Privatleben vieler Menschen.

Wir freuen uns, dass Sie sich auch in diesen besonderen Zeiten für einen Auslandsaufenthalt interessieren. Angesichts der weltweiten Situation haben Schüleraustauschprogramme nichts von ihrer Relevanz verloren. Ein Auslandsaufenthalt und der damit verbundene Austausch mit anderen hilft, neue Brücken zu bauen, den Blick für andere Perspektiven zu öffnen und eine Basis für global gemeinschaftliches Handeln zu schaffen.

Austauschjahr 2021/22

Zum jetzigen Zeitpunkt erwarten wir, dass die einschränkenden Maßnahmen überall noch einige Zeit lang gelten werden oder jederzeit wieder angeordnet werden können, solange, bis letzten Endes ein wirksamer Impfstoff gegen das Virus in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Dennoch gehen wir davon aus, unsere High School-Programme im kommenden Schuljahr wieder weitestgehend normal durchführen zu können, weisen jedoch darauf hin, dass es jederzeit zu pandemiebedingten Einschränkungen im Alltag kommen kann.

Aktuell sind Veränderungen und Verschiebungen unvermeidlich und Teilnehmende müssen sich darauf einstellen, mit einer gewissen Unsicherheit hinsichtlich der Planbarkeit einzelner Schritte umgehen zu müssen. Sicherheitsbeschränkungen vor Ort, stornierte Flüge oder fehlende Aufenthaltsgenehmigungen/Visa können dazu führen, dass bestimmte Programmländer – auch kurzfristig – nicht angeboten werden können. Möglich ist auch, dass ein späterer Programmstart als ursprünglich geplant erforderlich ist.

Gleichzeitig erleben wir in allen Programmländern, dass Gastfamilien trotz der Herausforderungen, die die Pandemie mit sich bringt, bereit sind, ihr Zuhause und ihr Leben für Schüler*innen zu öffnen.

Gemeinsam mit unseren internationalen Partnerorganisationen setzen wir alles daran, jungen Menschen auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen positive und lehrreiche Auslandserfahrungen und interkulturellen Austausch zu ermöglichen. Daher ermutigen wir interessierte Jugendliche, sich für das kommende Schuljahr für unser High School-Programm zu bewerben. Wir freuen uns, wenn wir Sie und euch auf dem Weg ins Ausland begleiten können!

Rücktritt vom Programm

Wir unterliegen als Veranstalter von Schüleraustauschprogrammen dem deutschen Reiserecht, das Sie als Verbraucher vollumfänglich schützt. Sollten wir das von Ihnen gebuchte Programm aufgrund von Einreisesperren oder im Sinne der Sicherheit der Teilnehmer*innen vor Ausreise absagen müssen, haben Sie Anrecht auf die Erstattung sämtlicher von Ihnen gezahlten Programmkosten. Da wir zu diesem Zeitpunkt bereits viel Arbeit und finanzielle Vorleistung in die Organisation des Auslandsaufenthaltes der Teilnehmenden investiert haben, freuen wir uns, wenn Eltern diese Arbeit mit einer freiwilligen Spende honorieren. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich für alle Spenden, die uns in diesem Jahr erreichten!

Treten Sie ohne unsere vorherige Absage zurück, greifen die regulären Stornierungsbedingungen und -gebühren.

Austauschjahr 2020/2021

Das laufende Austauschjahr ist natürlich stark von der Pandemie geprägt. Aufgrund von Einreisesperren und um die Sicherheit der Teilnehmenden zu gewährleisten, hatten wir alle außereuropäischen Gastfamilien-Programme mit Start im Sommer/Herbst 2020 abgesagt. Aktuell befinden sich durch uns betreute Schüler*innen in England und Irland, die einen etwas anderen, aber nicht weniger spannenden und lehrreichen Auslandsaufenthalt erleben. Die „irischen“ Schüler*innen verbrachten zu Beginn des Aufenthaltes eine zweiwöchige Quarantäne in ihren Gastfamilien, die eine Herausforderung war, aber die sie mit Unterstützung unserer Partnerorganisation gut meisterten. Das Internatsprogramm konnte mit einigen Einschränkungen in den USA und in England stattfinden.

Für den Start Januar 2021 mussten wir leider nach langer Vorbereitung erneut die Programme Neuseeland und Australien aufgrund weiterhin geschlossener Grenzen absagen. Es ist für internationale minderjährige Schüler nach wie vor nicht möglich, in die Länder einzureisen. Die Möglichkeit einer Ausreise zum zweiten Schulquartal im April scheint zum jetzigen Zeitpunkt recht unwahrscheinlich, aber wir drücken die Daumen, dass im Sommer die internationalen Grenzen geöffnet werden.

Umso mehr freuen wir uns, dass im Januar 2021 nach jetzigem Stand die Teilnehmer*innen der Gastfamilien- und Internatsprogramme Irland, England, Kanada und USA ihre Reise antreten können – sofern die Visa trotz des Lockdowns rechtzeitig erteilt werden können. In Irland, Kanada und (vermutlich) England müssen die Schüler*innen nach Einreise eine zweiwöchige Quarantäne bei ihren Gastfamilien verbringen. Was die Schüler*innen in den USA zu Programmbeginn erwartet, wird durch lokale Behörden bestimmt und ist lokal sehr unterschiedlich und noch nicht bei allen geklärt, aber auch bei diesem Programm ist eine häusliche Quarantäne wahrscheinlich.

Für alle Länder halten wir uns stets über Einreisesperren und sonstige Einschränkungen informiert. Wir sind in engem Informationsaustausch mit allen internationalen Partnern und melden uns schnellstmöglich bei den Teilnehmenden, sobald sich z. B. Einreisebedingungen ändern oder der Programmstart verschoben werden muss.

Aktuelle Situation im Ausland

Social Distancing, Ausgangsbeschränkungen, Hygieneregeln oder Homeschooling: Nach wie vor macht die Pandemie den Ausnahme- zum Normalzustand – das „new normal“, wie es im englischsprachigen Raum genannt wird.

Auch in unseren Programmländern ist der Alltag heute natürlich ein anderer als vor der Pandemie. Wir versuchen, den Auslandsaufenthalt für alle so normal wie möglich zu gestalten, dennoch kann es derzeit zu veränderten Bedingungen im Gastland kommen, die zum jetzigen Zeitpunkt niemand vorhersehen kann. So kann es sein, dass der Unterricht zeitweise nur online stattfindet, die sonst üblichen Sport- und Freizeitangebote in eingeschränkter Form oder auch gar nicht angeboten werden können oder es auch zu erneuten Bewegungseinschränkungen oder einem Lockdown kommt. Weiterhin wird wahrscheinlich in allen Programmländern eine 14-tägige Quarantäne nach der Einreise und das Vorweisen eines negativen Covid-Tests erforderlich sein.

Quarantäne – Beispiel Irland

Unsere Irland-Teilnehmenden der Sommerausreise 2020 verbrachten Anfang September entsprechend der Regierungsvorgaben zwei Wochen in häuslicher Quarantäne. Nach Ankunft in Irland wurden die Schüler*innen von unseren irischen Partnern abgeholt und zu ihren Gastfamilien gebracht. Unsere Teilnehmenden haben sich toll vorbereitet, viele Beschäftigungsmöglichkeiten mitgenommen und die zwei Wochen in ihren Zimmern bestmöglich hinter sich gebracht. Tägliche Frischluftpausen im Garten, wenn gegeben, waren natürlich wichtig. Ansonsten gab es relativ strenge Auflagen: Im Haus außerhalb des Zimmer musste Maske getragen und das Essen im Zimmer eingenommen werden. Der Kontakt per Telefon und Computer zu Familie und Freund*innen in der Heimat war während dieser Zeit natürlich intensiver als sonst üblich, auch unsere irischen Kolleg*innen waren in fortwährendem Kontakt mit den Teilnehmenden.

Um es mit den Worten einer unserer Teilnehmerinnen zu sagen: „Die Quarantäne war anstrengend, noch nie war ich so isoliert von der Gesellschaft. Aber meine Gastfamilie hat mir geholfen, so gut sie konnte.“

Informationen zu Bewerbungen

Für den Sommer 2021 sind Bewerbungen für alle Programmländer willkommen. Ihr könnt euch ganz regulär kostenfrei und unverbindlich für unser High School-Programm bewerben.

Informationen zu Veranstaltungen

Alle unsere Informationsveranstaltungen und Vorbereitungsseminare finden derzeit online statt. Auf Präsenzmessen sind wir auch wieder vertreten, wenn sie stattfinden – besucht uns hier gerne! Gerne könnt Ihr auch eine Broschüre bei uns anfordern oder auch ein virtuelles Beratungsgespräch vereinbaren.

Ein Dankeschön

Wir wissen, dass viele sich den lang ersehnte Auslandsaufenthalt ganz anders vorgestellt haben und dass für viele Jugendliche mit der Absage eines Programms ein großer Traum nicht gelebt werden kann. Auch wir hätten unseren Teilnehmer*innen und Eltern einen regulären Aufenthalt ohne Corona-Sorgen gewünscht.

Wir bedanken uns daher bei unseren Teilnehmer*innen und Eltern für die Geduld und das Verständnis in diesen außergewöhnlichen Zeiten, und auch die vielen netten und aufbauenden E-Mails und die großzügigen Spenden, die uns in diesem Jahr erreichten! Vielen Dank! Wir danken auch unseren internationalen Partnern für die tolle Zusammenarbeit, die Hilfe und den unermüdlichen Einsatz, um die Programme aufrecht zu erhalten.