Hinweise zur Covid-19-Pandemie

Stand: 03.12.2021

Liebe Schüler*innen, liebe Eltern,

noch immer begleitet uns die Corona-Pandemie und beeinflusst weiterhin unsere Reisepläne. Umso mehr freuen wir uns, dass Sie sich auch in diesen besonderen Zeiten für einen Auslandsaufenthalt interessieren.

Während der letzten 18 Monate mussten wir einige Programme u. a. aufgrund erschwerter Einreisen absagen oder es mussten Anpassungen vorgenommen werden. Gleichzeitig haben wir in dieser Zeit viele Erfahrungen im Umgang mit den coronabedingten Erschwernissen, wie z. B. veränderten Einreisebedingungen, gemacht. Es hat sich gezeigt, dass wir in Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern interessierten Schüler*innen auch während der Pandemie erfolgreiche und erlebnisreiche Schüleraustauschprogramme bieten können. Die Sicherheit der Schüler*innen und Gastfamilien steht dabei für uns und für die internationalen Partner an oberster Stelle.

Was bedeutet Schüleraustausch in Corona-Zeiten?

Die Teilnahme an einem Schüleraustauschprogramm erfordert immer Neugier und Offenheit auf Neues, Flexibilität und ein gewisses Maß an Selbständigkeit der Schüler*innen. Durch die Pandemie ist von allen Beteiligten (Schüler*innen, Eltern, Gastfamilien, internationalen Partnerorganisationen und uns) noch eine Extra-Portion Flexibilität und Geduld gefordert, da sich die Gegebenheiten im Ausland (oder bzgl. der Einreise oder Visumsbeschaffung) während der Zeit der Vorbereitung oder auch während des Aufenthalts verändern können.

COVID-Impfung ist Pflicht

Ab Januar 2022 gilt, dass alle Teilnehmenden unserer Gastfamilien-Programme vor Ausreise vollständig gegen COVID-19 geimpft sein müssen. Gleiches gilt für die Teilnehmenden der Internatsprogramme in Kanada und den USA; für die britischen Internate ist eine Impfung (noch) nicht Pflicht.

Diese Voraussetzung geht zurück auf die Vorgaben unserer Partnerorganisationen/-schulen bzw. der Landesregierungen. Teilweise sind die Einreise oder die Reisetätigkeit innerhalb eines Landes an eine vollständige Impfung geknüpft, teilweise verlangen die Schuladministrationen den vollständigen Impfschutz. Hinzu kommt, dass ein Großteil der Gastfamilien verständlicherweise nur geimpfte Schüler*innen bei sich zu Hause aufnehmen möchten. Auch wenn es im Einzelfall eine Gastfamilie geben kann, die womöglich einen ungeimpften Gast bei sich aufnehmen würde, müssen unsere Partner auch für den Fall eines Gastfamilienwechsels vorbereitet sein. Auch ist zu bedenken, dass das Risiko, schwerer an Corona zu erkranken, für Ungeimpfte wesentlich höher ist und man das Krankheitsrisiko der Teilnehmenden natürlich minimieren möchte.

Schuljahr 2021/2022

Im laufenden Schuljahr verbringen unsere Schüler*innen ihren Auslandsaufenthalt in den USA, Kanada, Irland und England. Neuseeland und Australien ließen bisher keine unbegleiteten, minderjährigen internationalen Schüler*innen einreisen. Es gibt erste Zeichen, dass die Grenzen 2022 auch für diese Zielgruppe wieder geöffnet werden und wir hoffen stark auf erste Ausreisen nach Down Under ab Juli 2022.

Die meisten Schüler*innen mussten bei Einreise in das jeweilige Programmland keine Quarantäne durchlaufen. Einzelne (meist ungeimpfte Schüler*innen) verbrachten zu Beginn des Aufenthaltes eine bis zu zweiwöchige häusliche Isolierung bei ihren Gastfamilien, die sie mit Unterstützung unserer Partnerorganisationen und Gastfamilien gut meisterten

Schule und Freizeit im Ausland

Bisher können die Schüler*innen in den Programmländern dem Unterricht in Präsenz nachgehen. Die Gastländer sind im Online-Teaching gut aufgestellt und somit für mögliche erneute Home Schooling-Phasen vorbereitet.

Wie überall auf der Welt leben „unsere“ Schüler*innen an ihrem Austauschort mit je nach Ort unterschiedlichen Einschränkungen im öffentlichen Leben. „Social Distancing“, also das Abstandhalten zu unseren Mitmenschen, gehört wie auch das Einhalten der eingeübten Hygienemaßnahmen (z. B. regelmäßiges Händewaschen, Nies-Etikette, ggf. Tragen einer Schutzmaske) bis auf Weiteres in vielen Regionen zum Alltag. Manche Freizeitbeschäftigungen (z. B. Singen oder Kontaktsportarten) oder Ausflüge können je nach örtlichen Vorgaben eingeschränkt sein oder gar nicht umgesetzt werden. Generell erleben die Schüler*innen jedoch einen aktiven und erlebnisreichen Alltag und tauchen in die Kultur des Gastlandes ein.

Internate

Der Schulalltag an den Internaten findet weitestgehend ohne Einschränkungen statt. Da Schule und Unterbringung für die Schüler*innen ein geschlossenes System bilden, gibt es zum jetzigen Zeitpunkt wenige Einschränkungen. Die Schulen arbeiten sehr nah an der Normalität.

Rahmenbedingungen für künftige Programme

Transparenz und Sicherheit für Sie

Viele Schüler*innen und Eltern haben Fragen bzgl. Rücktrittsmöglichkeiten und Erstattungen bereits geleisteter Zahlungen. Nachfolgend sind die wichtigsten in den letzten Monaten gesammelten Antworten auf die drängendsten Fragen und Situationen bzgl. unserer Gastfamilienprogramme zusammengefasst. Bei Internaten sind die Bedingungen anders, sprechen Sie uns gerne an!

High School-Programme gelten als Pauschalreisen. Damit sind die Zahlungen von Teilnehmenden an einem High School-Programm durch das geltende europäische Reiserecht umfassend geschützt. Generell investieren wir viel Zeit und Arbeit in die Beratung, Anmeldung und Platzierung unserer Teilnehmenden im Vorfeld der Ausreise und müssen Anzahlungen an unsere Partnerorganisationen leisten, um einen organisierten Ablauf zu gewährleisten. Gleichzeitig ist uns daran gelegen, transparent und fair zu agieren und eine für Sie und uns gangbare Lösung zu finden. In den folgenden Erklärungen bezeichnet „Rücktritt“ die Stornierung vor Reiseantritt und „Kündigung“ den Abbruch des Auslandsaufenthalts nach Reiseantritt.

1. Reisewarnung / Verschieben eines Programms

Aus Sicherheitsgründen können zum jetzigen Zeitpunkt für unsere Programmländer weiterhin Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes bestehen, obwohl unsere Schüleraustauschprogramme in einem geschützten Rahmen wieder stattfinden können. Eine Reisewarnung berechtigt nicht unmittelbar zu einem kostenfreien Rücktritt und wir können für den Fall, dass zum Zeitpunkt der Ausreise weiterhin noch eine Reisewarnung bestehen sollte, keine kostenlose Stornierung des Programms aufgrund der Reisewarnung anbieten. Es fallen dann Stornogebühren entsprechend unserer Teilnahmebedingungen an.

Sollte ein Programm dagegen nicht durchführbar sein und von uns abgesagt werden müssen, z. B. aufgrund einer Einreisesperre, werden alle bis dahin an uns geleisteten Zahlungen zurückerstattet. Es steht Ihnen sowohl bei einer Reisewarnung als auch bei einer Absage unsererseits frei, das Programm auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, sofern die Voraussetzungen für die Teilnahme (z. B. Alter) weiterhin erfüllt werden und zum jeweiligen Zeitpunkt noch Plätze vorhanden sind. Das Verschieben an sich ist selbstverständlich kostenfrei, es kann jedoch aufgrund veränderter Kosten der Partner zu neuen Preisen kommen.

2. Visum

Aufgrund der Pandemie gab es in einigen Ländern Veränderungen des Antragsprozesses und es kann zu Verzögerungen in der Bearbeitung kommen. Sofern wir Sie umfassend und rechtzeitig über die geltenden Visa-Erfordernisse aufgeklärt haben, liegt das Risiko des Nichterhalts eines Visums rechtlich gesehen bei Ihnen selbst. Sollten die Schüler*innen ihr Visum seitens des Gastlandes trotz eines regulär und rechtzeitig gestellten Antrags nicht erhalten und deshalb nicht einreisen können, räumen wir Ihnen aufgrund der derzeitigen Ungewissheiten ausnahmsweise dennoch das Recht ein, gebührenfrei vom Vertrag mit uns zurückzutreten. Es fallen in diesem Fall also keine Stornogebühren an uns an und alle bis dahin an uns geleisteten Zahlungen werden zurückerstattet.

Bitte beachten Sie, dass wir die von Ihnen an die Konsulate gezahlten Visumsantragsgebühren oder andere mit der Visumsbeantragung verbundene Gebühren nicht erstatten können. Sie können die Programmteilnahme auch verschieben. Siehe dazu Punkt 1 zweiter Absatz.

3. Einreisesperre

Sollte die Einreise ins Gastland zum Reisezeitpunkt z. B. aufgrund einer Einreisesperre nicht möglich sein, können Sie die Programmteilnahme auf einen späteren Zeitpunkt verschieben (siehe dazu Punkt 1 zweiter Absatz). Ist ein Verschieben keine Alternative, räumen wir Ihnen zudem das Recht ein, gebührenfrei vom Vertrag mit uns zurücktreten. In diesem Fall werden alle bis dahin an uns geleisteten Zahlungen zurückerstattet.

4. COVID-19-Impfung

Wie oben beschrieben, ist für alle Teilnehmenden der Gastfamilien-Programme ab Januar 2022 ein vollständiger COVID-19-Impfschutz Pflicht. Solange die Zielländer, High Schools oder Partnerorganisationen auf die Forderung nach einer Impfung nicht verzichten, können wir keine Ausnahmen für ungeimpfte Schüler*innen einräumen. Daher ist die Teilnahme an den Programmen ohne Impfung nicht umsetzbar.

5. Quarantäne und COVID-19-Tests

In den vergangenen Monaten bestanden in allen Programmländern unterschiedliche Formen von Quarantäne-Pflichten für Einreisende (teilweise unabhängig vom Impfschutz), und es ist möglich, dass Schüler*innen auch bei zukünftigen Ausreisen von einer Quarantäne nach der Einreise betroffen sind.

Ebenso ist es sehr wahrscheinlich, dass für den Flug / die Einreise ins Gastland / den Schulbesuch ein negativer Corona-Test vorliegen muss. Die evtl. zusätzlichen Kosten, die durch die Quarantäne und die Tests entstehen, sind von den Teilnehmer*innen zu tragen. Über die jeweiligen Vorgaben bzgl. der Quarantäne bzw. Tests, z. B. Dauer bzw. Zeitpunkt und evtl. Kosten, informieren die Programmkoordinator*innen, sobald uns konkrete Informationen der Partnerorganisationen vorliegen. Eine Quarantäne oder Corona-Tests sind kein Grund für einen kostenfreien Rücktritt bzw. eine Kündigung, weil es sich dabei um allgemeine rechtliche Bestimmungen im Gastland oder Vorgaben der Gastschulen handelt, auf die wir Sie angemessen hingewiesen haben.

6. Online-Unterricht

Je nach Entwicklung der Infektionszahlen in dem jeweiligen Programmland oder der Region kann die Pandemie auch in Zukunft Einfluss auf die Unterrichtsgestaltung haben. Es kann zu Hybrid-Lösungen aus Präsenz- und Online-Formaten kommen oder auch Phasen reinen Online-Unterrichts geben. Online-Unterricht in einem erwartbaren und der jeweiligen Pandemielage vor Ort angepassten Umfang berechtigt nicht zu einem kostenfreien Rücktritt bzw. zur Kündigung.

7. Social Distancing / Hygieneregeln

Einschränkungen, wie wir sie aus Deutschland auch kennen, sind kein Grund für einen kostenfreien Rücktritt bzw. Kündigung. Sollten jedoch die Einschränkungen des Alltagslebens im Ausland in der Gesamtbetrachtung des Gastschulaufenthaltes und des vereinbarten Schulbesuchs als objektiv absolut unzumutbar anzusehen sein, was einer Einzelfallbetrachtung bedarf, dann würden diese einen Grund für einen kostenfreien Rücktritt bzw. eine Kündigung darstellen können.

Gastfamilien

Wir erleben in allen Programmländern, dass Gastfamilien trotz der Herausforderungen, die die Pandemie mit sich bringt, bereit sind, ihr Zuhause und ihr Leben für Schüler*innen zu öffnen. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen kann es jedoch dazu kommen, dass sich die Situation einer Gastfamilie ändert und sie sich nicht mehr in der Lage sieht, eine*n Teilnehmende*n aufzunehmen und daher kurzfristig eine neue Gastfamilie vor Ausreise vermittelt wird.

Bitte seien Sie versichert, dass wir ein Interesse daran haben, dass die Schüler*innen einen sicheren und erlebnisreichen Aufenthalt erleben. Uns ist sehr daran gelegen, unsere Teilnehmer*innen zeitnah über Veränderungen zu informieren und wir geben uns für den Fall, dass man sich aufgrund bestimmter Entwicklungen gegen den Aufenthalt entscheidet, die größte Mühe, im Rahmen der oben skizzierten Möglichkeiten eine Lösung zu finden.

Ein Dankeschön

Wir bedanken uns bei unseren Teilnehmer*innen und Eltern für die Geduld und das Verständnis in diesen außergewöhnlichen Zeiten und auch die vielen netten und aufbauenden E-Mails und die großzügigen Spenden, die uns in den letzten anderthalb Jahren erreichten! Vielen Dank! Wir danken auch unseren internationalen Partnern für die tolle Zusammenarbeit, die Hilfe und den unermüdlichen Einsatz, um die Programme aufrecht zu erhalten.