High School in Neuseeland

Laura - Christchurch, Hillmorton High School

Hi!

Jetzt bin ich also schon weit mehr als 2 Monate hier und schaffe es endlich mal ausführlicher zu schreiben.

Vielen Dank zunächst für die gute Vorbereitung auf meine Zeit hier am anderen Ende der Welt!

Mir geht es hier in Christchurch sehr gut.

Bei meiner Gastfamilie fühle ich mich sehr wohl, Sandy und Bruce kümmern sich sehr gut um mich und mit meinen Gastgeschwistern verstehe ich mich auch gut. Ein großer Unterschied ist allerdings, dass es hier in meiner Familie üblich ist, dass der Fernseher den ganzen Tag läuft. Wir haben auch schon ein schönes Familienwochenende in Twizel, ein nahe den Seen und Bergen gelegenen Örtchen, verbracht.

Auch die Schule unterscheidet sich sehr positiv. Hier in NZ sind die Lehrer wie die meisten Leute einfach lockerer, an die anfangs doch gewöhnungsbedürftige Schuluniform habe ich mich auch gewöhnt. Ich besuche die Hillmorton High School, die mir vor allem wegen ihrer überschaubaren Größe und wenigen internationalen Schülern sehr gut gefällt. Das Team im International Department kümmert sich sehr nett um uns.

Ich mache zwar noch viel mit den anderen Internationalen (aus Brasilien und Belgien), aber über das Buddy-System der Schule, eine christlichen Jugendgruppe und einfach der vielen aufgeschlossenen Neuseeländer und Fächer wie Outdoor Education habe ich auch schon viele nette Kiwis kennengelernt.

Christchurch ist eine schöne, trotz der fast 400.000 Einwohner überschaubare Stadt, in der man dank des tollen Bussystem sehr viele Möglichkeiten für Unternehmungen wie z.B. Rugbystadionbesuche, , wandern oder mountainbiken in den nahen Port Hills, Strandausflüge, Museeumsbesuche, Sightseeing, Shopping ... hat.

Es ist wirklich alles anders, sodass es doch einige Zeit gedauert hat bis ich mich an alles gewöhnt hatte. Linksverkehr, Winter statt Sommer in Deutschland, Leitungswasser, die entspannte Mentalität, das beschränkte Heizsystem, Rugby, Schuluniform, Fächer wie Outdoor Education und vieles, vieles mehr. Meine ersten Erdbebenerfahrungen durfte ich dann letzten Monat mit dem Canterbury Earthquake, dem stärksten in der Region seit langem, machen, worauf ich zwar hätte verzichten können, was nun jedoch einfach zu meiner Zeit hier dazugehört.

Die letzten 11 Tage waren dann  das bisherige Highlight meiner wundervollen Zeit hier: ich habe in den Ferien an einer organisierten Bustour für Austauschschüler rund um die Südinsel teilgenommen. Es ist unbeschreiblich wie viel man in diesen anstrengenden und fantastischen Tagen von der schönen, wilden und abwechslungsreichen Landschaft der Südnsel sieht; von Urwald zu Gletschern, Traumstränden und Bergen. Außerdem habe ich neue Freundschaften geschlossen und hatte die Möglichkeit, Wale, Albatrosse, Seerobben & Pinguine zu beobachten.

Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung für mich, hierher zu kommen und es ist einfach eine einmalige Gelegenheit, Land und Leute besser kennenzulernen.

Liebe Grüße aus Christchurch

Laura